Aktuelles | Studienfahrten

 

 

Studienfahrten 2022

 

Anmeldung

Ihre telefonische Anmeldung nimmt Sven Panthöfer nur donnerstags von 9–12 Uhr unter Tel. 0571 97220-25 entgegen.

Anmeldungen per Fax richten Sie bitte an 0571 9722011, per E-Mail an geschaeftsstelle@mindener-geschichtsverein.de oder per Post an die Tonhallenstraße 7, 32423 Minden. Persönliche Anmeldungen in der Geschäftsstelle sind donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr möglich.

 

Aufgrund der COVID-19-Pandemie können die einzelnen Fahrten kurzfristig umgeplant werden oder ausfallen. Angemeldete Teilnehmer:innen werden selbstverständlich darüber telefonisch oder per E-Mail informiert.

Alle Fahrten werden gemäß den dann geltenden Hygienevorschriften stattfinden.

 

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17.–20. Mai 2022

Barbarossa, Bach und Bauhaus. Eine Reise nach Weimar und anderen interessanten Orten.

Klaus-Albert Bolten und Edgar Schmidt

Abfahrt am ZOB Minden: 17. Mai, 7.30 Uhr, Bussteig 5

Rückkehr am ZOB Minden: 20. Mai, ca. 19 Uhr

Kosten: 510 € inkl. Busfahrt ab Minden, drei Übernachtungen im DZ mit Frühstück in ***Hotel, vier Mittagessen (ohne Getränke), alle Führungen und Eintritte.

EZ-Zuschlag: 115 €.

Anmeldung bis zum 13. März 2022

 

Die Hinfahrt führt über Nordhausen mit Stadt- und Domführung, weiter zur Besichtigung des Kyffhäuserdenkmals bei Bad Frankenhausen. Für den Abend ist die Ankunft im Hotel Am Frauenplan in Weimar geplant.

 

Der zweite Tag der Reise steht ganz unter dem Motto „Bauhaus“. Ein „Bauhausspaziergang“ führt entlang der Gebäude, welche von Bauhausarchitekten entworfen worden sind. Nach der Mittagspause wird das „Neue Museum Weimar“ und das „Bauhausmuseum Weimar“ besucht werden (mit Führungen).

 

Am dritten Tag ist die „Bachstadt“ Arnstadt zunächst das Ziel. Hier ist die Führung durch die malerische Altstadt auf Spuren von J. S. Bach mit einem kleinen Orgelkonzert geplant. Nach einem Mittagessen führt die Reise weiter zum Schloss Kochberg, dem ehemaligen Sommersitz der Frau von Stein. Goethe besuchte sie hier sehr häufig. Es ist geplant, das Schloss, den Park und das Museum zu besichtigen.

Die Rückreise führt über Apolda mit der Besichtigung des „Eiermann-Baus“ und die Dornburger Schlösser.

 

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3. September 2022 

Tagesfahrt: Bauhaus in Alfeld und „Dom“ in Bad Gandersheim

Klaus Albert Bolten und Norbert Kreth

Abfahrt am ZOB Minden: 8 Uhr, Bussteig 5 

Rückkehr am ZOB Minden: ca. 20 Uhr 

Kosten: 75 € inkl. Busfahrt, Führungen und Eintritte in Alfeld und Bad Gandersheim,

Mittagessen (ohne Getränke). 

Anmeldung bis zum 14. August 2022 

 

In Alfeld an der Leine wird eine 1911 errichtete Fabrikanlage besichtigt: Das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Fagus-Werk. Zentrales Thema der Führung sind die architektonischen Baucharakteristiken. 

Nach einem Zwischenstopp für die Mittagspause steht die Besichtigung der romanischen Stiftskirche in Bad Gandersheim auf dem Programm. Ottonische Könige und Kaiser besuchten das Frauenstift, dessen Geschichte im Mittelpunkt der Führung stehen wird.

Ein Kaffeetrinken rundet die Tagesfahrt am Nachmittag ab.

 

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Mitte September 2022 (Termin folgt noch)

Tagesfahrt: Industriekultur in Delmenhorst und das „Haus des Reichs“ in Bremen

Norbert Kreth und Klaus Albert Bolten 

Abfahrt am ZOB Minden: 8 Uhr, Bussteig 5

Rückkehr am ZOB Minden: 20 Uhr 

Kosten: 65 € inkl. Busfahrt, Mittagessen (ohne Getränke), Eintritt und Führungen

Anmeldeschluss wird noch bekannt gegeben.

 

Die Tagesfahrt führt in die Umgebung Bremens, nach Delmenhorst. Hier steht eines der größten Industriedenkmale Europas und ein bedeutendes Zeugnis historischer Fabrikarchitektur: Die ehemalige Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei, kurz Nordwolle. Die Führung in dem Museum verdeutlicht die Geschichte der 1884 gegründeten Firma. Der Aufschwung des Werkes zu einem weltweit agierenden Unternehmen mit zeitweise mehr als 20.000 Beschäftigten steht beispielhaft für die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. Die Museumsbesucher können den Herstellungsvorgang mithilfe der teilweise noch funktionierenden historischen Maschinen nachvollziehen und die historische Fabrikarchitektur besichtigen. 

Um 1930 errichtete die Nordwolle in Bremen ihren prestigeträchtigen Unternehmenssitz, das „Haus des Reichs“ (heute Finanzverwaltung). Die Reisegruppe wird die Außenfassade aus Obernkirchener Sandstein und Teile des dekorativen Inneren besichtigen.

 

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10.–16. Oktober 2022

„POLAND FIRST to fight“: Geschichte, Geschichtspolitik und nationales Gedenken in Polen

Uschi Bender-Wittmann und Gertraud Strohm-Katzer

Abfahrt Kanzlers Weide, Minden: 10. Oktober, 7 Uhr

Rückkehr Kanzlers Weide, Minden: 16. Oktober, ca. 18.30 Uhr

Kosten: 570 € inkl. Busfahrt ab Minden, 6 ÜF im DZ (2x in 4*-Hotel in Stettin, 3x in 3*-Hotel in Danzig und 1x in 3*-Hotel in Köslin), 2 gemeinsame Abendessen (ohne Getränke), Eintritte, Führungen, Reiseleitung, Trinkgelder. EZ-Zuschlag: 125 €.

Die Reise ist leider bereits ausgebucht; Anmeldungen auf die Warteliste sind noch möglich.

 

Während sich in Frankreich und England der 1. Weltkrieg als europäische Urkatastrophe in das kollektive Gedächtnis einschrieb, steht in Polen der Freiheitskampf gegen (Nazi-)Deutschland und (Sowjet-)Russland im Vordergrund – eine Erfahrung, die bis heute das Verhältnis des Landes zu den Nachbarmächten prägt. Die Zerschlagung Polens im 18. Jahrhundert bildet dabei die Folie, vor der das polnische Ringen um Souveränität vom Beginn des 2. Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion wahrgenommen wird.

 

Auch Szczecin (Stettin), Gdansk (Danzig) und Koszalin (Köslin) an der polnischen Ostseeküste sind von Krieg, Diktatur, Umsiedlung und Vertreibung gezeichnet. Im Mittelpunkt der dorthin führenden 7-tägigen Studienreise stehen bedeutende, z.T. international prämierte Museen, die polnische Geschichte zwischen 1939 und 1989 erzählen: In Stettin das Dialogzentrum Umbrüche, in Danzig das Museum des Zweiten Weltkriegs / Westerplatte-Museum und das Europäische Solidarnosc-Zentrum auf der legendären Werft. Diese Präsentationen sind auch Gegenstand erbitterter politischer Kontroversen um das Verhältnis von Geschichte und religiös-nationaler Identität. -

Wir besuchen die Gedenkstätte im ehemaligen KZ Stutthoff und suchen Spuren der Bekennenden Kirche um Dietrich Bonhoeffer sowie des Diakonissenstifts Salem in Köslin, das nach dem Krieg in Minden eine neue Heimat fand. Denkmallandschaften und Friedhöfe werfen Fragen nach der „Umkodierung“ von Stadträumen, nach Beziehungen zwischen deutsch geprägter Vergangenheit und polnischer Gegenwart und nach Perspektiven für regionale bis europäische Identitäten auf.

 

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29. Oktober 2022

Stadtspaziergang: Unterwegs auf den Wegen der Mindener Bischöfe durch Minden

Sonja Weichert

Treffpunkt am Nordportal des Mindener Doms: 14 Uhr

Anmeldung bis 27. Oktober 2022

 

Die Fernwege, die im Mittelalter die Stadt Minden mit dem Umland verbanden, sind heute längst überbaut und vergessen. Ein wichtiger Weg, der parallel zur Weserterrasse nach Petershagen und im weiteren Verlauf nach Bremen führte, ist in einigen Teilen noch erhalten oder zumindest erkennbar. Dort konnte der Bischof durch ein Tor, das den Wichgrafenbesitz innerhalb und außerhalb der Mauer miteinander verband, die Stadt verlassen.

 

Ein gut zweistündiger Spaziergang bis zum Nordfriedhof führt durch die Jahrhunderte: über den Stadtbach, vorbei an Quellen und Wäschebleichen, an Lust- und Gartenhäusern, durch das Gelände einer verschwundenen Vorstadt, zu privaten Grabstätten und nicht zuletzt an den Ort, an dem die jüdische Gemeinde ihren Sportplatz anlegen musste.

 

Der alte Fernweg wurde im Lauf der Zeit mehrfach unterbrochen; Steigungen und Umwege machen festes Schuhwerk nötig. Für den Rückweg in die Innenstadt bietet sich der Linienbus an.