Aktuelles | Studienfahrten

 

 

Studienfahrten 2021

 

Anmeldung

Ihre telefonische Anmeldung nimmt Sven Panthöfer nur donnerstags von 9–12 Uhr unter Tel. 0571 97220-25 entgegen.

Anmeldungen per Fax richten Sie bitte an 0571 9722011, per E-Mail an geschaeftsstelle@mindener-geschichtsverein.de oder per Post an die Tonhallenstraße 7, 32423 Minden. Persönliche Anmeldungen in der Geschäftsstelle sind aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht möglich.

 

Aufgrund der COVID-19-Pandemie können die einzelnen Fahrten kurzfristig umgeplant werden oder ausfallen. Angemeldete Teilnehmer:innen werden selbstverständlich darüber telefonisch oder per E-Mail informiert.

Alle Fahrten werden gemäß den dann geltenden Hygienevorschriften stattfinden.

 

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17. Juli 2021

Mit dem Fahrrad ins Hiller Moor: Fahrradtour Hartum – Südhemmern – Hille – Hiller Moor

Hans Eberhard Brandhorst

Treffpunkt um 14 Uhr auf dem Parkplatz am Friedhof Hartum am östlichen Dorfeingang an der Landstraße Minden – Hille

Rückkehr ca. 18 Uhr

Die Teilnahme an der Fahrradtour ist kostenlos (evt. zzgl. Kaffeetrinken).

Anmeldung bis 30. Juni 2021

 

Auf den fruchtbaren Lößböden der Nordbörde sind am nördlichen Rand der Bastauniederung in frühgeschichtlicher Zeit Siedlungen entstanden, die sich zu den heutigen Dörfern Hartum, Südhemmern und Hille entwickelt haben. Landschaft, Siedlung und einige Sehenswürdigkeiten dieser Dörfer sollen während der Fahrradtour erkundet werden.

Sollte es pandemiebedingt möglich sein, ist ein gemeinsames Kaffeetrinken in Hille eingeplant.

 

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21. August 2021

Erkundungen rund um den Mindener Bahnhof und seine Befestigung

Sonja Weichert

Treffpunkt: 14 Uhr am Parkplatz Fort A, Festungsstraße, Minden.

Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenlos.

Anmeldung bis 12. August

 

Bahnhöfe und ihr Umfeld prägen auf unterschiedliche Weise ein Stadtbild. In Minden findet man auf dem rechten Weserufer einen stattlichen neugotischen Bau, der als einziges heute noch genutztes Bahnhofsgebäude der Köln-Mindener Eisenbahn in äußerer Erscheinung und innerer Struktur nahezu unverändert geblieben ist.

 

Die Stadt Minden hatte sich ausschließlich auf der linken Weserseite entwickelt. Mit der Eröffnung der Bahnlinie 1847 ergaben sich, zum Teil gegen den Willen der Bevölkerung, neue Wege für Wirtschaft und Handel und nicht zuletzt für einen weiteren Ausbau der Festungsanlagen. Der Bahnbereich verband zwei Eisenbahngesellschaften, ermöglichte mit der Hafeneisenbahn den direkten Warentransport zum Weserhafen, wurde für viele Jahre der größte Arbeitgeber der Stadt, bot Platz für Kaserne, Oberpostdirektion, Zollamt und Gaswerk. Für diesen Stadtteil gab es (und gibt es nach wie vor) viele unterschiedliche, erfolgreiche und auch nicht realisierte Pläne. Forts und Flankenbatterie lassen das Ausmaß der Festungsbauten noch erahnen, ein Kirchenvorhaben wurde mehrmals verworfen. Fast vergessen ist der Einfluss der Familie Lax, die zwei Generationen lang in Eigeninitiative in der sogenannten "Laxburg" eine Infrastruktur schuf, wie sie die Altstadt erst 50 Jahre später erreichte.

 

Mit einem etwa zweistündigen Rundgang um den Bahnhof soll gezeigt werden, wie interessant und bedeutend ein auf den ersten Blick wenig attraktiver Teil unserer Stadt sein kann.

 

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27. August 2021

Stadtspaziergang: Frauen in der Festungsstadt Minden I

Uschi Bender-Wittmann

Treffpunkt um 17 Uhr am Mindener Museum, Ritterstraße 23, 32423 Minden.

Die Teilnahme am Stadtspaziergang ist kostenlos.

Anmeldung bis 12. August 2021

 

Minden war zwischen 1815 und 1873 preußische Festung und seit 1816 Sitz einer Bezirksregierung. Garnison, Behörden und die erste Bahnstrecke Norddeutschlands bestimmten mit ihren Bauten und Menschen das Stadtbild. Die entsprechenden Arbeitsbereiche waren zwar Männern vorbehalten, sie prägten aber auch das Leben der hier wohnenden und arbeitenden Frauen. 

 

Dem Ideal der Zeit, das Frauen auf Haus und Ehe beschränkt wissen wollte („Kinder, Küche, Kirche“), konnte nur das gutsituierte Bürger- und Beamtentum entsprechen. Die Lebensrealität anderer Mindenerinnen war vielfältiger und oft wenig idyllisch. Soldatenwitwen, Heimarbeiterinnen, Dienstmägde und Prostituierte lebten unter prekären Verhältnissen in der Festungsstadt, und auch unverheiratete Bürgertöchter mussten nach Nischen suchen, die eine Existenz erlaubten. Manchen bot die Auswanderung nach Amerika eine Perspektive. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts entstanden neue Lebensentwürfe für Frauen, auch jenseits der Ehe. In Minden lebten nun Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen, kulturell aktive „Fräulein“ und politische Aktivistinnen.

 

Der etwa zweistündige Stadtspaziergang gibt Einblicke in die vielfältigen Lebenswelten von Frauen in einer Stadt, die von den Bedürfnissen des Militärs geprägt und zugleich im Umbruch war.

 

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4. September 2021

Tages- bzw. Halbtagesfahrt: Kultur, Natur und Geschichte entlang der Mittelweser

Edgar Schmidt und Karl-Heinz Urban

Abfahrt am ZOB Minden: 8.30 Uhr, Bussteig 5

Kosten: Halbtagesfahrt ca. 28 Euro; Tagesfahrt ca. 40 Euro (ohne Mittagessen).

Anmeldung bis 15. Juli 2021

 

Ob die Exkursion als Tages- oder Halbtagesfahrt stattfinden wird, hängt von den dann geltenden Coronaschutzbestimmungen ab.

Programm Halbtagesfahrt:

Die Fahrt führt entlang der Weser über Döhren und Heimsen mit einem Stopp am dortigen jüdischen Friedhof. In Schlüsselburg wird die ev. Pfarrkirche von 1585 besichtigt. Diese Kirche bietet etwas Einmaliges: Sie verfügt über einen polygonalen Schluss und ist mit einem Westturm versehen. Der im Inneren befindliche Flügelaltar stammt aus dem Jahr 1627. Über Stolzenau und den dortigen jüdischen Friedhof geht es weiter zum Kloster Schinna, das besichtigt wird.

Zurück Richtung Minden geht es über Nendorf (Besichtigung der Klosterkirche St. Martin) und Uchte (Naturdenkmal Dicke Eiche). 

Rückkehr in Minden gegen 13 Uhr.

 

Programm Tagesfahrt (wie oben):

Ab Kloster Schinna führt die Reise zum Oyler Berg mit einer kleinen Wanderung zu den frühmittelalterlichen Schutzwällen, die in einer wunderschönen Waldlandschaft liegen.

Nach einem Mittagessen in der Waldgaststätte Oyler Berg führt der Weg über Wietze durch ein erdgeschichtlich interessantes Tal ins ehemalige „Bauernbad“ Blenhorst. Dort wird die alte Anlage des Moorbades und eine Sägemühle besichtigt. 

Den Abschluss der Fahrt bildet die Besichtigung der alten, in weiten Teilen noch romanischen Dorfkirche von Balge mit ihrem markanten Wehrturm.

Rückkehr in Minden gegen 18.00 Uhr

 

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10. September 2021

Stadtspaziergang: Frauen in der Festungsstadt Minden II

Gertraud Strohm-Katzer

Treffpunkt um 17 Uhr am Mindener Museum, Ritterstraße 23, 32423 Minden.

Die Teilnahme am Stadtspaziergang ist kostenlos.

Anmeldung bis 26. August 2021

 

Weniger provinziell als vermutet zeigt sich das kulturelle Leben in Minden im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Denn mit der Einrichtung der preußischen Bezirksregierung Minden 1816 und dem Zuzug von höheren Beamten und ihren Familien in die Stadt steigen die Ansprüche an adäquate Kultureinrichtungen und Gelegenheiten zum gesellschaftlichen und kulturellen Austausch. Gebildete Frauen aus Adel und Bürgertum tragen als Schriftstellerinnen, Publizistinnen, Übersetzerinnen und Netzwerkerinnen zur Aufwertung bei und erfahren teilweise über den Rahmen der Stadt hinaus öffentliche Aufmerksamkeit. Für manche von ihnen bedeutet der Aufenthalt in Minden nur eine Zwischenstation, einzelne jedoch bleiben über Jahrzehnte. Nicht selten sichern sie sich mit ihrer Tätigkeit ihre materielle Existenz, da ihnen sonst kaum Möglichkeiten zum Broterwerb offenstehen. Begünstigt werden ihre Bemühungen um Eigenständigkeit durch eine wachsende Nachfrage am Buch- und Zeitschriftenmarkt, der auch an der Existenz von Buchhandlungen, Leihbibliotheken und Druckereien sowie dem Sitz des überregional bekannten ‚Mindener Sonntagsblatts‘ in Minden ablesbar ist.

Der etwa zweistündige Stadtrundgang geht den Spuren einzelner Frauen nach, die heute meist vergessen sind, fragt nach ihren Lebensbedingungen, ihren Schreibmotiven und nach ihrer Rolle hinter den Fassaden einer männerdominierten, meist konservativ geprägten Welt. Er führt zu den Wohnorten und den kulturellen Schnittpunkten in der Stadt und lässt anhand einzelner Textpassagen die Frauen auch selbst zu Wort kommen.

 

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18. September 2021

Das Gelände des ehemaligen „Reichserntedankfestes“ auf dem Bückeberg und das Schloss Hämelschenburg

Edgar Schmidt und Karl-Heinz Urban

Abfahrt am ZOB Minden: 18. September, 8 Uhr, Bussteig 5

Kosten: Für Busfahrt, Eintritt und Führungen noch unklar (ca. 40 Euro).

Anmeldung bis 15. Juli 2021

 

Zwischen 1933 und 1937 fanden auf dem Bückeberg, am Rande des Weserdorfes Hagenohsen, etwa fünf Kilometer südlich von Hameln, die „Reichserntedankfeste“ statt. Neben dem Reichsparteitag in Nürnberg und der Feier zum 1. Mai in Berlin, war es die größte Massenveranstaltung der NSDAP. Hunderttausende Menschen kamen meist mit Zügen zu den Feierlichkeiten ins Weserbergland.

Heute sind das Gelände und einige wenige baulichen Überreste noch auffindbar. Einen Dokumentations- und Lernort plant der Kreis Hameln-Pyrmont schon seit einigen Jahren. Doch das Areal ist weiterhin unerschlossen. Bernhard Gelderblohm vom „Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e. V.“ wird während einer Führung über das Gelände den Ort und seine Bedeutung für die Propaganda und Inszenierung der Nationalsozialisten sowie den Umgang damit nach 1945 erläutern.

 

Der zweite Teil der Exkursion führt zum Schloss Hämelschenburg. Das im Stil der Weserrenaissance erbaute Wasserschloss mit seinen Kunstsammlungen und Gartenanlagen gilt als eine Ikone seiner Zeit. Hier ist eine Führung und evt. ein Mittagessen geplant.

 

Auf dem Rückweg nach Minden wird es vor Hameln einen kurzen Stopp am Ohrbergpark, einem zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichtetem Landschaftsgarten im englischen Stil und evt. unterwegs eine Kaffeepause geben.

 

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9. Oktober 2021

Ein Dorfspaziergang durch Hahlen

Hans Eberhard Brandhorst

Treffpunkt: 14 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus Hahlen, Dornbusch 10, 32427 Minden-Hahlen.

Die Teilnahme am Dorfspaziergang ist kostenlos (evt. zzgl. Kaffeetrinken).

Anmeldung bis 23. September 2021

 

Vor 25 Jahren, 1996, beging das Dorf Hahlen das 700jährige Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung. In vielerlei Veranstaltungen und Dokumentationen wurde damals die Entwicklung Hahlens von einer bäuerlichen Siedlung hin zum Mindener Stadtbezirk vorgestellt.

Nach einem Vierteljahrhundert möchte Hahlens Ortsheimatpfleger im Rahmen eines etwa zweistündigen Spaziergangs die Geschichte des Dorfes und seiner Sehenswürdigkeiten wiederum vorstellen, auf Veränderungen der jüngsten Zeit aufmerksam machen und einige weitgehend unbekannte „Geheimnisse“ Hahlens enthüllen.

Sollten es die pandemiebedingten Umstände zulassen, bildet ein gemeinsames Kaffeetrinken in einer Hahler Gaststätte den Abschluss des Rundgangs.

 

Hinweis: „725 Jahre Hahlen“ wird auch Thema eines Vortrags sein, den Ortsheimatpfleger Hans Eberhard Brandhorst am 23. Oktober 2021 im Ev. Gemeindehaus Hahlen, Petershäger Weg 29, halten wird.

 

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Studienfahrten 2021
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